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Süden II

"Schmidbauer – Pollina – Kälberer"

Zahlreiche magische Momente waren ins Land gegangen. Zum Beispiel die Zeit der Annäherung, als die Musiker sich schon kannten, aber noch abwarteten, was daraus werden könnte. Im Jahr 2010 gab es immer wieder Konzerte, wo sich Pippo Pollina, Werner Schmidbauer und Martin Kälberer begegneten, jeder für sich konzertierte, zuweilen auch zusammen, weil gerade letztere sich schon lange kann-ten. Aber das erste echte Projekt startete erst im Jahr darauf, als sie sich zum Trio erklärten und auf Tournee gingen. Es folgten locker 100 gemeinsame Konzerte, das Album „Süden“ (2012) und eine Beschleunigung der Popularität, die keiner der Beteiligten erwartet hätte. Das Ding ging durch die Decke, und bevor Abnutzungserscheinungen eintreten konnten, beschlossen die drei zehn Monate später, es wieder ruhen zu lassen.

Pippo Pollina, Werner Schmidbauer und Martin Kälberer gingen ihre Wege. Der eine hatte als Cantau-tore aus Palermo schon in den Achtzigern auf sich aufmerksam gemacht, war in den Neunzigern über die Kooperation mit Konstantin Wecker in Deutschland bekannt geworden und hat seitdem ein treues Publikum in beiden Ländern und darüber hinaus, dem er seine poetischen, oft auch kritischen und politischen Lieder präsentiert. Der andere hat als Münchner Gewächs mit eigenen Bands Spuren in der heimischen Folk- und Singer-Songwriter Musik hinterlassen, sich aber auch als Moderator und Gastgeber verschiedener sehr populärer (auch selbst kreierter) Talk- und Musikformate im bayerischen Fernsehen über die bayerischen Mediengrenzen hinaus einen Namen gemacht. Der dritte ist mit Solo-Projekten wie „Baltasound“ als Multiinstrumentalist, Komponist und Produzent ebenfalls so ausgebucht, dass die Leerstellen im Kalender zum Teil wie Schätze gehortet werden.

Die Wege führten allerdings nicht voneinander weg, sondern nebeneinander her. Eine Zeitlang machten die drei so weiter, mindestens einmal im Jahr trafen sie sich regelmäßig in Sizilien, um Silvester in der Wärme und unter freiem Himmel gemeinsam zu feiern. Und so navigierten Pollina, Schmidbauer und Kälberer wieder aufeinander zu: das Resultat heißt „Süden II“. Es ist kein Aufguss des Erfolgskonzepts, sondern ein Neustart aus dem Geiste der Gemeinsamkeit. Durchaus reifer sind die Stücke geworden, so man das bei drei erfahrenen Künstlern überhaupt sagen kann. Die Arrangements sind subtil, wirken transparent, feingliedrig, stellenweise sehr privat, dann wieder mit Streicherwucht und einer Prise Pop versetzt. Es ist eine spezielle Mischung.

Eine neue Reise also. Sie nahm ihren Anfang bei ein paar Konzerten, führte in Kälberers Studio und in ein Studio in Traunstein, brachte drei alte Freunde und Gäste wie die Cellistin Stefania Verita, den Trompeter Reinhard Greiner, den Gitarristen Jean-Pierre von Dach, die Bassisten Alex Klier und Sven Faller oder auch den Schlagzeuger Walter Keiser zusammen, um 15 neue Lieder festzuhalten. Es sind Miniaturen des Wohlgefühls, einer Sehnsucht nach Offenheit, Lebenslust und einem Ort, an dem der Mensch ein bisschen glücklich sein darf. Utopie ist ein großes Wort, aber ein Hauch davon steckt in „Süden II“.  Schmidbauer, Kälberer, Pollina werden sich damit im Frühjahr 2020 wieder auf den Weg machen. Richtung Süden!



SPIELDATEN
Mi, 18.03.20 | Aschaffenburg - Stadthalle
Beginn: 20:00 Uhr
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OFFIZIELLE WEBSITE
http://www.suedenmusik.de